s e c h t z e h n - 3 Looxx* N°II_2018 KuNST > ERNST LUDWIG KIRCHNER Erträumte Reisen 16.11.2018-17.02.2019 Bundeskunsthalle Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland Friedrich-Ebert-Allee 4 53113 Bonn Tel. (0228) 91 71-200 _>bundeskunsthalle.de Bundeskunsthalle MALERFüRSTEN ls Malerfürsten zeigten sie sich in ihrem Verhalten und in ihren Selbstbildnissen. Ausgehend von diesen historischen Vorbildern widmet sich die kunst- und kulturhistorische Ausstellung dem länder- und epochenübergreifenden Phänomen der Malerfürsten und stellt sieben Künstler und ihre Blütezeit im 19. Jahrhundert in den Mittel - punkt. Die Werke des Österreichers Hans Makart zeichnen sich durch starke Sinnlichkeit und üppiges Pathos aus – allen ist ein Zug ins Thea- tralische eigen. Der ungarische, aus einer bay- erischen Familie stammende, Mihály Munkácsy war dem Realismus verpflichtet und europa- weit bekannt., der Krakauer Jan Matejko gilt als der bedeutendste Historienmaler Polens. Frederic Lord Leighton, war ein englischer Maler, Illustrator und Bildhauer des viktorianischen Neoklassizismus. Die Ausstellung endet mit den „Münchner Malerfürsten“ Franz von Lenbach, Friedrich August von Kaulbach und Franz von Stuck. Von Lenbach war in Deutschland und Österreich zu Lebzeiten einer der bekanntesten Künstler, von Kaulbach berühmt für seine dekorativ schwärmerischen Porträts der vor- nehmlich weiblichen Gesellschaft im französi- schen Stil des 19. Jahrhunderts, von Stuck Repräsentant des Münchner Jugendstils und wichtiger Vertreter des Symbolismus des aus- gehenden 19. und beginnenden 20. Jahr- hunderts. Im Zentrum der Ausstellung stehen die Selbst- und Fremdinszenierungen dieser modernen Malerfürsten und der sich um sie rankende Künstlerkult. Erfolgreich nutzten alle die Macht ihrer Netzwerke und ihre Popularität für den sozialen Aufstieg. Durch neue Reproduktionsmedien, Ausstellungs- inszenierungen, Atelierbesuche und Interviews in Tageszeitungen wurden die Künstler und ihre Werke weltweit mit großem Gewinn ver- marktet.< A Die „Superstars“ des 19. Jahrhunderts Bereits in der Renaissance und im Barock etablierten Maler wie Raffael, Tizian, Rubens und van Dyck ihren gesellschaftlich anerkannten und höfisch privilegierten Sonderstatus. 28. September 2018 bis 27. Januar 2019 _>Text: SVEN BERGMANN Jan Matejko, Portrait der Kinder des Künstlers, Tadeusz, Helena und Beata, 1870 Ernst Ludwig Kirchner, Vor Sonnenaufgang (Ausschnitt), 1925/26 © Sammlung des Glarner Kunstvereins 18_2_162-163 Bundeskunsthalle_1 13.07.18 02:34 Seite 2